Die Kosten einer betrieblichen Krankenversicherung im Überblick

Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist eine sinnvolle Sache – nicht nur für die Mitarbeitenden. Natürlich profitieren diese von den zusätzlichen Gesundheitsleistungen, aber auch für das Unternehmen ergeben sich viele Vorteile wie zum Beispiel höhere Mitarbeitermotivation, weniger krankheitsbedingte Ausfälle und ein positives Image als attraktiver Arbeitgeber. Trotz dieser Vorteile zögern viele Unternehmen, diesen Benefit für ihr Personal anzubieten, weil sie die Kosten einer betrieblichen Krankenversicherung scheuen. Tatsächlich sind diese in der Praxis gar nicht so hoch – schon gar nicht, wenn man sie in Relation zu den positiven Effekten setzt. Jedoch fehlt vielen Arbeitgebern eine transparente Übersicht zu den detaillierten Kosten der bKV, um ein solches Investment richtig bewerten zu können. Dieser Beitrag schafft Abhilfe.

Tarife der betrieblichen Krankenversicherung

Die Kosten einer betrieblichen Krankenversicherung variieren abhängig vom Versicherungspartner und vom gewählten Tarif. So weit, so logisch. Was viele aber nicht wissen: Es gibt zwei verschiedene Tarifmodelle bei der bKV und es ist zu empfehlen, dass man sich zunächst für eines der beiden Modelle entscheidet.

Das Baustein-Modell: Hier kann der Arbeitgeber aus einer Reihe von Leistungsmodulen ein Paket schnüren, von dem dann alle Mitarbeitenden profitieren. Jedes Modul hat dabei einen Preis: Zum Beispiel kostet die Zahnbehandlung 10 €, oder spezielle Vorsorgeuntersuchungen kosten 5 €, jeweils pro Mitarbeiter und Monat. Jeder Baustein hat seinen Preis und die Kosten für das gesamte Leistungspaket setzen sich je nach Kombination zusammen. Die gewählten Bausteine sind für alle Teilnehmer gleich, eine individuelle Anpassung der Leistungen nach Bedarf ist nicht möglich.

Das Gesundheitsbudget-Modell: Bei dieser Variante zahlt der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer eine feste monatliche Summe und der Mitarbeitende bekommt dafür ein monatliches Budget, aus dem er sich seine Leistungen selber aussuchen kann. Bei FEELfree, der betrieblichen Krankenversicherung der Hallesche, liegen die monatlichen Preise pro Tarifstufe zwischen 9,95 € und 42,24 €. Je nach gewähltem Tarif erhält jeder Mitarbeitende dafür ein jährliches Gesundheitsbudget zwischen 300 € und 1.500 € im Jahr. Der Vorteil dieses Systems: Der Arbeitgeber muss sich nicht im Vorfeld Gedanken über die zu wählenden Leistungen machen, und die Angestellten können das Budget so einsetzen, wie es für sie am besten ist.

 

 

Betriebliche Krankenversicherung mit Airbag

Sämtliche betriebliche Krankenversicherungen bei der Hallesche – auch die oben erwähnte Variante FEELfree – haben einen besonderen Vorteil: Den bKV-Airbag. Dieser sorgt für lückenlosen Versicherungsschutz in entgeltfreien Zeiten (zum Beispiel Elternzeit oder beim Bezug von Krankengeld). Die Beitragszahlungen laufen unverändert weiter und der unnötige Verwaltungsaufwand des An- und Abmeldens entfällt. Und wenn in einem Kalenderjahr für entgeltfreie Zeiten mehr als 5% der jährlichen Beitragssumme weitergezahlt wurden, dann geht der Airbag auf: Unternehmen müssen lediglich spätestens bis zum 30.6. des Folgejahres Bescheid geben, dann wird die Differenz verrechnet und von der nächsten Beitragsrechnung abgezogen.

 

 

Administrative Kosten einer betrieblichen Krankenversicherung

Neben den monatlichen Beiträgen fallen auch administrative Kosten für den Arbeitgeber an, die aber sehr gering sind. Bei der arbeitgeberfinanzierten bKV übernimmt das Unternehmen die Zahlung. Durch die investierte Arbeitszeit in Buchhaltung und Zahlungsabwicklung ergibt sich ein geringer administrativer Aufwand. Vor allem wenn die betriebliche Krankenversicherung als Sachbezug über die Lohnabrechnung gehandhabt wird, fällt dieser zusätzliche Aufwand jedoch kaum ins Gewicht. Unternehmen sollten aber darauf achten, dass die Sachbezugsgrenze von 44 € (ab 2022: 50 €) nicht überschritten wird. Ansonsten muss die bKV versteuert werden, was für zusätzlichen administrativen Aufwand sorgen würde.

Fazit: Die internen Kosten der arbeitgeberfinanzierten bKV lassen sich zwar nicht in Cent und Euro messen, sind aber tatsächlich marginal; das gilt vor allem, wenn man sie in Relation setzt zu den positiven Effekten wie der Steigerung der Mitarbeitermotivation und der Produktivität oder der Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität.